Naturschutz und Erneuerbare Energie

Wärmewende und Naturschutz – Pfade in eine natur- und klimaverträgliche Wärmeversorgung

Projekttitel: Naturschutzaspekte bei zukünftigen Regelungen zu erneuerbaren Energien im Wärmesektor

Im Fokus

  • Übersicht der Gesetze, politischen Zielstellungen und Instrumente für das Erreichen eines klimafreundlichen Wärmesystems
  • Untersuchung der Technologien und Effizienzmaßnahmen im Hinblick auf ihre Wirkung auf Naturschutz und Landschaft
  • Ableitung energiepolitischer Handlungsempfehlungen

Kontakt

HIC Hamburg Institut Consulting GmbH
Paul-Nevermann-Platz 5, Hamburg 22765
Christian Maaß
maass(at)avoid-unrequested-mailshamburg-institut.com

 

Förderung

FKZ 3519 86 0400
Ressortforschungsplan 2019
Laufzeit: 01.11.2019 – 30.09.2021

Das Wärmesystem in Deutschland muss innerhalb weniger Jahrzehnte dekarbonisiert werden und steht damit vor großen Veränderungen: Für die heute noch dominierenden Energieträger Erdgas und Heizöl ist in einer klimaneutralen Wärmeversorgung kein Platz mehr. Damit steigt der Bedarf an erneuerbarer Wärme und der Druck auf die Flächennutzung, z.B. für Wärme aus Biomasse oder Solarthermie. In dieser Studie wird geprüft, welche potenziellen Auswirkungen die Wärmewende auf die Flächennutzung hat und wie negative Auswirkungen auf den Naturschutz vermieden werden können.

Die Energiewende kann nur gelingen, wenn sämtliche Sektoren in den Transformationsprozess einbezogen werden. Dazu gehört insbesondere der Wärmebereich, macht er doch immerhin über die Hälfte des Endenergiebedarfs in Deutschland aus. Während derzeit der Stromsektor im Fokus der Energiewende steht, bleibt die Wärme- bzw. Kältewende in Deutschland bislang hinter den Erwartungen zurück. Der Anteil der erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch für Wärme und Kälte stagniert seit Jahren bei unter 15 %. Nur mit einer deutlichen Steigerung dieses Anteils kann die Wärmewende gelingen. Um Konflikten vorzubeugen bzw. diese zu minimieren, müssen die Belange von Natur und Landschaft von vorneherein in das Zielsystem und das Instrumentarium der Wärmewende integriert werden.

Ziel des Projektes ist, einen Orientierungsrahmen und eine Wissensbasis zu schaffen, um Naturschutzbelange in die Entwicklung der zukünftigen Wärme- und Kälteversorgung einzubeziehen. Ein zentrales Element ist dabei die Reduzierung und Steuerung des Flächenbedarfs, der mit der Forderung nach erneuerbarer Wärmeversorgung einhergeht.

Vorgehen

  • Interdisziplinäre und umfassende Darstellung sowie naturschutzorientierte Bewertung möglicher Pfade zu einer klimaneutralen Wärme- und Kälteversorgung in Deutschland
  • Aufarbeitung relevanter energiepolitischer Grundlagen der Wärmeversorgung
  • Analyse der unterschiedlichen Szenarien zur Erreichung einer CO2-neutralen Wärmeversorgung
  • Aufzeigen möglicher Handlungsfelder und instrumenteller Stellschrauben im Rechts- und Förderrahmen
  • Formulierung fundierter Empfehlungen für eine naturschutzkompatible Weiterentwicklung des Rechtsrahmens der Wärmewende

Arbeitspakete

Arbeitspakete

  1. Erstellen einer Übersicht der existierenden Gesetze, der politischen Zielstellungen und der vorhandenen Instrumente für das Erreichen eines klimafreundlichen Wärmesystems
  2. Vergleichende Meta-Analyse verschiedener Szenarien für die Wärme- und Kältebereitstellung bis ins Jahr 2050
  3. Untersuchung der zur Verfügung stehenden Technologien und Effizienzmaßnahmen, wie z.B. Biomasseverbrennung, Wärmepumpen und Solarthermie, im Hinblick auf ihre Wirkung auf Naturschutz und Landschaft
  4. Systematische Bewertung der Einflussgrößen auf die Entwicklung im Wärme- und Kältemarkt anhand von sieben Handlungsfeldern, u. a. quantitative und qualitative Steuerung der Biomasse-Nachfrage im Wärmesektor, quantitative Minimierung des induzierten Flächenbedarfs, naturschutzorientierte Flächenauswahl, Betrieb von EE-Wärmeerzeugungsanlagen und naturverträgliche Ausgestaltung von Effizienzmaßnahmen an Gebäuden
  5. Ableitung energiepolitischer Handlungsempfehlungen: konkrete und umsetzbare Vorschläge für eine Veränderung des regulatorischen Rahmens und möglicher Förderinstrumente, um naturverträglichen Wärmetechnologien einen wirtschaftlichen Marktvorteil gegenüber weniger naturverträglichen Wärmetechnologien zu verschaffen

Projektpartner

Projektpartner

Projektleitung

HIC Hamburg Institut Consulting GmbH
Paul-Nevermann-Platz 5, Hamburg 22765
Christian Maaß
maass(at)avoid-unrequested-mailshamburg-institut.com

Projektpartner

Bodensee-Stiftung
Fritz-Reichle-Ring 4, 78315 Radolfzell
Dipl. Forstwirt Dimitri Vedel
dimitri.vedel(at)avoid-unrequested-mailsbodensee-stiftung.org

Fördergeber

Bundesamt für Naturschutz
Georgia Erdmann
georgia.erdmann(at)avoid-unrequested-mailsbfn.de

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