Energiewende

Ausschreibung eines F+E-Vorhabens zu Fledermäusen und Windenergie

F+E-Vorhaben „Bewertung der derzeitigen Signifikanzschwelle für Fledermäuse und Windenergieanlagen sowie vergleichende Erfassung von Fledermäusen mit zusätzlichen Turmmikrofonen an Windenergieanlagen“ ausgeschrieben

FKZ 3521 86 0300
Veröffentlichungsdatum: 02.07.2021
Abgabefrist Angebot: 13.08.2021, 12:00 Uhr (Angaben ohne Gewähr)

Die bisherige Signifikanzschwelle in vielen Länderleitfäden, die festlegt, wie viele tote Fledermäuse pro Windenergieanlage (WEA) und Jahr tolerierbar sind, beruht in den meisten Fällen auf einem Rechenbeispiel, das im Rahmen des RENEBAT-Vorhabens durchgeführt wurde und sich auf zwei Tieren bezog. Experten haben in mehreren Publikationen darauf hingewiesen, dass die Schwelle von bis zu zwei toten Tieren pro WEA und Jahr zu hoch ist und auch negative Auswirkungen zumindest auf die Populationen einiger Fledermausarten nicht ausgeschlossen werden können. Dies ist insbesondere bei Windparks zu befürchten, da Kumulationseffekte aktuell nicht betrachtet werden.

Ziel des ausgeschriebenen Vorhabens ist, die wissenschaftliche Herleitung einer Signifikanzschwelle für die Tötung von Fledermäusen an WEA, die z.B. für die Berechnung von Abschaltvorgaben mittels Software-Lösungen wie „ProBat“ ausschlaggebend ist, zur bundesweiten Anwendung. Damit wird durch eine fachliche Herleitung zur Vereinheitlichung der bundesweiten Handhabung beigetragen.

Weiterhin soll geprüft werden, ob der Einbau von zusätzlichen Mikrofonen am Turm der Windenergieanlagen beim Gondelmonitoring notwendig ist, da Expertinnen und Experten regelmäßig Kritik an der zu geringen Erfassungsweite des Gondelmikrofons bei aktuellen bzw. zunehmenden Anlagendimensionen von WEA äußern. In ersten Genehmigungen von WEA wird deshalb bereits der Einbau weiterer Mikrofone am Turm beauflagt. Im Rahmen des Vorhabens sollen dazu in drei verschiedenen Regionen Felduntersuchungen durchgeführt werden. Zusätzlich sollen hier Daten, die im Rahmen des durch BfN geförderten F+E-Vorhabens „Umsetzung der Naturschutzforschung am Windtestfeld an Land“ (Windtestfeld Baden-Württemberg) erfasst werden, als weitere Untersuchungsregion integriert werden. Ziel ist es zu ermitteln, in welchen Fällen der Einsatz weiterer Mikrofone am Turm sinnvoll und notwendig ist und wie die zusätzlich aufgezeichneten Daten in die Ermittlung von Abschaltzeiten integriert werden können.

Die Vergabeunterlagen stehen auf evergabe-online zum Herunterladen bereit.

 

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