
Windenergie und Fledermäuse
Alle 25 in Deutschland vorkommenden Fledermausarten sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) besonders und streng geschützt. Windenergieanlagen können für Fledermäuse eine erhebliche Gefährdung darstellen, wenn keine geeigneten Schutzmaßnahmen ergriffen werden. Die Forschung in diesem Themenfeld trägt dazu bei, Konflikte besser zu erfassen und wirksame Handlungsempfehlungen für die Praxis zu entwickeln.
Fledermäuse können durch Windenergieanlagen auf unterschiedliche Weise gefährdet werden. Als nachtaktive Säugetiere, die je nach Art weite Strecken zurücklegen können, sind sie insbesondere durch Kollisionen mit Rotoren und Barotrauma gefährdet. Hinzu kommen Beeinträchtigungen ihrer Lebensräume, wenn Anlagen zu nah an Quartiere und wichtigen Jagdhabitaten errichtet werden.
Mit Mitteln des BMUKN fördert das Bundesamt für Naturschutz (BfN) Forschungsvorhaben im Themenfeld „Naturschutz und erneuerbare Energien“, die Kenntnisse zu Zugverhalten, Kollisionsrisiken und Schutzmaßnahmen erweitern. Die nachfolgende Übersicht stellt ausgewählte Projekte vor, die sich mit den Wechselwirkungen zwischen Windenergieanlagen und Fledermäusen befassen – z. B. mit Detektionssystemen und Abschaltalgorithmen. Ihre Ergebnisse liefern wichtige Grundlagen für artenschutzrechtliche Vorgaben und können einen naturverträglicheren Betrieb von Windenergieanlagen unterstützen.
Ausgewählte Förderprojekte
Ausgewählte Publikationen
BfN-Schriften 742
2025
BfN-Schriften 741
2025




