
Im Rahmen des Ausbaus der erneuerbaren Energien in Deutschland ist auch der weitere Ausbau der Offshore-Windenergie geplant. Für über den Meeren wandernde Fledermäuse besteht folglich ein steigendes Kollisions- und somit Tötungsrisiko. Das Ziel des Projektes ist es zu ermitteln, welche konkreten Faktoren das Kollisionsrisiko für Fledermäuse mit Offshore-Windenergieanlagen erhöhen. Diese sollen als Basis zur Ableitung von Vermeidungsmaßnahmen dienen.
Im Rahmen des Projektes sollen Faktoren identifiziert werden, die das Kollisions- und somit Tötungsrisiko für Fledermäuse mit Offshore-Windenergieanlagen erhöhen. Es soll geprüft werden, inwieweit Verdichtungsräume wie Flugkorridore existieren, die als Basis für raumordnerische Vermeidungsmaßnahmen genutzt werden könnten und ob Verhaltensweisen wie Erkundungsverhalten an vertikalen Strukturen auftreten, die das Risiko einer Kollision erheblich erhöhen könnten.
Aufbauend sollen Standardmethoden für die Untersuchung von Fledermäusen bei Offshore- Windparkprojekten als Grundlage für die Fortschreibung der behördlichen Untersuchungskonzepte formuliert werden.
Vorgehen
Im Rahmen von Batmobil ist geplant,
- bioakustische Untersuchungen zur Existenz von Verdichtungsräumen durchzuführen,
- individuelle Flugrouten mit telemetrischer Methoden zu ermitteln, und
- Verhaltensermittlungen während des Fluges und an vertikalen Strukturen auszuführen.
Es sollen folgende Fragen beantwortet werden:
- Bestehen Verdichtungsräume, Schwerpunktvorkommen oder Flugkorridore? Räume mit erhöhten Vorkommenswahrscheinlichkeiten wandernder Fledermäuse stellen Räume mit erhöhtem Konfliktpotential dar.
- Welches Flugverhalten zeigen über dem Meer wandernde Fledermäuse? Welche Flugrouten und welche Flughöhe nutzen sie? Spezifische Flugrouten können ergänzende Hinweise zur Existenz von Verdichtungsräumen geben. Ob die Flughöhe im Einflussbereich von Offshore-Windenergieanlagen liegt hat wesentlichen Einfluss auf das Kollisionsrisiko.
- Wie verhalten sich über dem Meer wandernde Fledermäuse an vertikalen Strukturen wie Offshore-Windenergieanlagen? Wechseln Sie die Flughöhe? Zeigen Sie ein Erkundungsverhalten? Aufgrund von bestimmten Verhaltensweisen wie dem Auftreten von Erkundungsverhalten an Offshore-Windenergieanlagen kann das Kollisionsrisiko erheblich erhöht sein.
Aufbauend sollen Standardmethoden für die Basisuntersuchung und das Monitoring von Fledermäusen bei konkreten Windparkprojekten entwickelt und formuliert werden. Diese können unmittelbar in die Standarduntersuchungskonzepte der Genehmigungsbehörden integriert werden.
Weitere Informationen
- Erprobung von Methoden und Entwicklung eines Untersuchungskonzeptes zur Ermittlung von Verdichtungsräumen und zum Verhalten von über den Meeren wandernden Fledermäusen
- Durchführung einer Feldstudie auf Basis des Untersuchungskonzeptes
- Identifikation von Faktoren, die das Kollisionsrisiko für Fledermäuse mit Offshore-Windenergieanlagen erhöhen, auf Basis der Feldstudie
- Formulierung von Standarduntersuchungsmethoden zur Untersuchung des Schutzgutes Fledermäuse im Rahmen von Offshore-Windparkvorhaben
- Erstellung eines Abschlussberichtes und wissenschaftliche Publikation
Projektleitung
Antje Seebens-Hoyer
Projektkoordinatorin
NABU Mecklenburg-Vorpommern
Wismarsche Straße 146, 19053 Schwerin
Tel: 0385/5938980
Antje.Seebens-Hoyer@NABU-MV.de
Fördergeber
Bundesamt für Naturschutz, II 3.3
Menschliche Einflüsse, ökologische Fragen bei marinen Vorhaben
Dr. Sandra Vardeh
sandra.vardeh@bfn.de
Leitthema
Offshore-Windenergie Windenergie und FledermäuseSchlagworte
Fledermäuse Fauna Biologische Vielfalt Schutzgebiete Marine Arten Windenergie Eingriffsregelung Landschaftsplanung UVP/SUP Regionalplanung Artenschutz Ebenenübergreifend Feldstudien Methodenentwicklung Standards Erweiterung des Wirkungswissens Fachempfehlungen BfN BMU AbgeschlossenZum Thema
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07. November 2024, 10:00–16:00h, Tagungszentrum im Haus der Bundespressekonferenz, Berlin

06. November 2024, 15:00–17:30 Uhr, Tagungszentrum im Haus der Bundespressekonferenz, Berlin & online per Livestream




