Naturschutz und Erneuerbare Energie
Windräder in einem Waldgebiet
© ARSU GmbH

Betriebsmonitoring von WEA im Wald – Auswirkungen auf die Avifauna

Projekttitel: Optimierung des Planungs- und Genehmigungsprozesses von Windenergieanlagen im Wald hinsichtlich Berücksichtigung von Artenschutzbelangen

Im Fokus

  • Beeinträchtigung von Waldvogelarten durch Windenergie hinsichtlich Verdrängungseffekten
  • Erprobung und Optimierung der Erfassungsmethode mittels automatisierter akustischer Erfassung von Waldvogelarten

Kontakt

ARSU GmbH
Escherweg 1
26121 Oldenburg
Dr. Marc Reichenbach
Tel: 0441/9717493
reichenbach(at) avoid-unrequested-mailsarsu.de

Förderung

FKZ 3517 86 0400
Ressortforschungsplan 2017
Laufzeit: 12.12.2017 - 31.12.2020

Wälder, Lebensraum für Spechte, Eulen und andere Vogelarten, werden im Zuge der Energiewende zunehmend Standorte für Windparks. Geräusche, Bewegung oder Kulissenwirkung könnten sich störend auf diese Waldvogelarten auswirken und zu einer Meidung von Waldbereichen nahe von Windparks führen. Mit automatisierten akustischen Erfassungen soll in diesem Vorhaben untersucht werden, ob Windparks zu einer veränderten Nutzung des Habitats Wald bei ausgewählten Vogelarten führen. Hierfür wird in einem ersten Erprobungsjahr eine innovative Technik erprobt und dann in den beiden Folgejahren im Bereich von zehn Windparkstandorten eingesetzt.

Im Forschungsvorhaben „Bau- und Betriebsmonitoring von Windenergieanlagen im Wald“ (Reichenbach et al. 2015) ergaben sich auf der Basis zweijähriger Untersuchungen an insgesamt zwölf Windparks mit der Methode der Revierkartierung erste Hinweise, dass die Artengruppe der Spechte möglicherweise durch Windenergieanlagen beeinträchtigt wird. Das Vorhaben soll daran anknüpfen und einen wesentlichen Kenntniszuwachs über Störwirkungen und Verdrängungseffekte in Bezug auf bestimmte Waldvogelarten liefern. Die Ergebnisse sollen einen Beitrag zur Optimierung des Planungs- und Genehmigungsprozesses für betroffene Arten leisten und das Risiko von erheblichen Beeinträchtigungen im Sinne des europäischen Arten- und Gebietsschutzes sowie der Eingriffsregelung minimieren helfen.

Vorgehen

Die Untersuchungen erfolgen vorrangig durch eine automatisierte akustische Erfassung, die in größerem Umfang quantitative akustische Daten im Rahmen eines systematischen Impact-Gradient-Designs erhebt, ergänzt durch eine Revierkartierung und Brutplatzsuche. Dieser innovative Ansatz beruht auf einer technischen Eigenentwicklung, deren grundsätzliche Eignung bereits getestet wurde. Im Rahmen des hier geplanten Vorhabens soll ein erstes Erprobungs- und Optimierungsjahr genutzt werden, um diese Methode weiter auszubauen und an die spezifischen Anforderungen der Untersuchung anzupassen.

Arbeitspakete

  1. Ermittlung, Fortschreibung und Einbeziehung des aktuellen Kenntnisstandes zur spezifischen Betroffenheit von Vögeln durch Windenergieanlagen im Wald,
  2. Erprobung und Optimierung der einzusetzenden Technik zur akustischen Erfassung sowie der weiteren Methodik im ersten Untersuchungsjahr,
  3. Durchführung und Auswertung zweijähriger Felduntersuchungen in zehn bestehenden Windparks,
  4. Entwicklung naturschutzfachlicher Handlungshinweise für störungsempfindliche Vogelarten bei Planung und Errichtung von Windenergieanlagen im Wald,
  5. Entwicklung eines Untersuchungskonzeptes für den weiteren Forschungsbedarf, insbesondere für die Arten Ziegenmelker und Mäusebussard.

Projektpartner

Projektleitung

ARSU GmbH
Escherweg 1
26121 Oldenburg
Dr. Marc Reichenbach
Tel: 0441/9717493
reichenbach(at) avoid-unrequested-mailsarsu.de

Projektpartner

Dr. Hendrik Reers
Vordere Poche 11
79104 Freiburg
hreers(at) avoid-unrequested-mailsgmail.com

juwi Energieprojekte GmbH
Energie Allee 1
55286 Wörrstadt
Katrin Frenzel
frenzel(at) avoid-unrequested-mailsjuwi.de

Fördergeber

Bundesamt für Naturschutz
Konstantinstr. 110
53179 Bonn
Asja Weber
Tel: 0341/3097748
WeberA(at) avoid-unrequested-mailsbfn.de 

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