Naturschutz und Erneuerbare Energie

Artenschutz und Kleinwindenergieanlagen

Projekttitel: Berücksichtigung von Artenschutzbelangen bei der Errichtung von Kleinwindenergieanlagen

Im Fokus

  • Welche Auswirkungen haben Kleinwindenergieanlagen auf Vögel und Fledermäuse?
  • Welche Wirkmechanismen liegen dem zugrunde?
  • Wie können diese Auswirkungen verringert werden?

Kontakt

Michael-Otto-Institut im NABU
Goosstroot 1, 24861 Bergenhusen
Dr. Hermann Hötker
Tel: 04885/570
Hermann.Hoetker(at)avoid-unrequested-mailsNABU.de

Förderung

FKZ 3515 83 0200
UFOPLAN 2015
Laufzeit: 15.03.2015 - 31.05.2018

Um die Auswirkungen von Kleinwindenergieanlagen auf Vögel und Fledermäuse zu beurteilen, werden mit diesem Projekt erstmals in größerem Umfang Grundlagendaten erhoben. Dabei sollen auch die relevanten Wirkfaktoren abgeschätzt werden. So kann eine mögliche Beeinträchtigung der Arten verringert werden, wenn die Energiegewinnung via Kleinwindenergieanlage zukünftig an Bedeutung gewinnt.

Das Interesse an Kleinwindenergieanlagen (KWEA) wächst aufgrund ihrer vielen positiven Eigenschaften gerade für Kleinanwender stetig. Dieses Vorhaben geht der Frage nach, ob auch KWEA erhebliche Auswirkungen auf Vögel und Fledermäuse haben können, insbesondere wenn diese Energieform weiter ausgebaut wird. 

Sollte sich dies im Projekt bestätigen, sollen im weiteren Verlauf Maßnahmen entwickelt und aufgezeigt werden, um diese Auswirkungen zu vermeiden oder abzumildern. Insgesamt soll damit ein erster Schritt zur Vereinheitlichung der Planungspraxis für KWEA geleistet werden.

VORGEHEN

Im ersten Arbeitsschritt wird die Kollisionsrate von Vögeln und Fledermäusen mit KWEA ermittelt. Dazu wird gemäß den standardisierten Vorgaben nach Korner-Nievergelt nach Schlagopfern im Umfeld der Anlagen gesucht. Die Funde werden wissenschaftlich eingeordnet und interpretiert. Dabei soll das betroffene Artenspektrum ermittelt werden und verschiedene Wirkfaktoren wie der Typ der KWEA und die Geländestruktur Berücksichtigung finden.

Daneben werden per akustischer Dauererfassung die Fledermausrufe im Umkreis von KWEA aufgezeichnet. An ausgewählten Standorten mit höherer Fledermausaktivität sollen dann intensive Beobachtungen mittels Wärmebild- bzw. Infrarotkameras und Fledermausdetektoren erfolgen, um herauszufinden, ob und in welcher Weise Tiere mit den Rotoren kollidieren. 

Weiterhin soll ermittelt werden, ob Fledermäuse und Vögel durch KWEA aus ihrem Lebensraum verdrängt werden. Mit Hilfe von vergleichenden Brutvogel- und Rastvogelkartierungen im Umkreis der KWEA von 250m und auf Probeflächen wird der Verdrängungseffekt der Anlagen auf Vogelarten untersucht. Um ein mögliches Meideverhalten von Fledermäusen zu untersuchen, werden KWEA parallel zu den Wärmebildbeobachtungen und akustischen Dauererfassungen an ausgewählten Tagen abgeschaltet.

Projektpartner

Projektpartner

Projektleitung 
Michael-Otto-Institut im NABU
Goosstroot 1, 24861 Bergenhusen
Dr. Hermann Hötker
Tel: 04885/570
Hermann.Hoetker(at)avoid-unrequested-mailsNABU.de

Kai-Michael Thomsen
Tel: 04885/570
Kai-Michael.Thomsen(at)avoid-unrequested-mailsNABU.de

Projektpartner
Freiburger Institut für angewandt Tierökologie (FRINAT) GmbH
Dunantstraße 9, 79110 Freiburg
Dr. Robert Brinkmann
brinkmann(at)avoid-unrequested-mailsfrinat.de

Dr. Stefanie Hartmann
hartmann(at)avoid-unrequested-mailsfrinat.de

Fördergeber 
Bundesamt für Naturschutz
FG II 4.3 Naturschutz und Erneuerbare Energien
Karl-Liebknecht-Str. 143, 04277 Leipzig
Asja Weber
asja.weber(at)avoid-unrequested-mailsbfn.de 

Leitthema

Artenschutz 
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